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Oskar der Woche

  • .. für demokratische Erinnerungskultur:
"Wir werden im Moment gemessen an dem, was im Wahlkampf gesagt wurde. Das ist unfair." (Vizekannzler Franz Münterfering, FTD vom 30.08.2006)

  • ... für Leitkultur:
"Eigentlich gewinnt immer der, der sich nicht an die Spielregeln hält." (Angela Merkel, Vorsitzende der CDU und Kanzlerkandidatin der Union)

  • ... für Streitkultur:
"Ich warne alle, die Oskar Lafontaine für einen Überzeugungstäter halten, Oskar Lafontaine ist ein in sich selbst verlibter Narziss, der seine politischen Positionen sehr willkürlich wählen kann." (Erhard Eppler, ehem. Vorsitzender der Grundwertekommission der SPD)

  • ... für Arbeitskultur:
"Wir müssen Krankheitstage auf den Urlaubsanspruch anrechnen. Das ist ein absolutes Muss." (Otto Krentzler, Präsident des Zentralverbandes des deutschen Handwerks)

  • ... für Opferkultur:
"Die Zeiten sind heut leider so, dass ohne Opfer es nicht gehen wird. Und insoweit ist natürlich auch alles das, was Gysi und Lafontaine versprechen, sind Luftschlösser." (Hubertus Schmoldt, Chef der Gewerkschaft IGBCE)

  • ... für Verfassungskultur:
"Der Sozialist Lafontaine sucht offenbar bei den Neonazis seine Wähler. Wenn er so weitermacht, könnte das ein Fall fr den Verfassungsschutz werden!" (Jörg Schönbohm,CDU-Innernminister des Landes Brandenburg)

  • ... für Lechts-rinks-Kurtul
"Was wir bei Oskar Lafontaine gegenwärtig erleben, hat mit links nichts mehr zu tun. Das steht nicht in der Tradition von Karl Marx, sondern in der von Pim Fortuyn, Jürgen Möllemann und Jörg Haider. Es geht ihm in politischer Strategie und Sprache darum, ausländerfeindliche Stimmungen zu mobilisieren." (Josef Maria Fischer, Grüner Außenminister)

  • ... für Selbsterkenntniskultur:
"Das ist doch grotesk, wenn man die Penner von gestern den Aufbruch von morgen gestalten lassen will." (Bundeskanzler Gerhard Schröder beim Landesparteitag in Hannover am 09.07.2005)

  • ... für landschaftsblühende Staatskultur
"Der Staat muss Gärtner sein und darf nicht Zaun sein, wenn er Wachstumspolitik auch wirklich betreiben will" (Dr. Angela Merkel)

  • ... für journalistische Beobachtungskultur
"Derzeit bietet Herrn Lafontaines spezieller Werdegang und sein Umgang mit Sprache in der Politik besonderen Anlaß zur kritischen Beobachtung." (Thoma Roth, Leiter des Hauptstadtstudios der ARD)

  • ... für demokratische Medienkultur
"Warum hat 'Die Linkspartei' auch derart leichtes Spiel mit dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk? Wieso gibt es nicht das leiseste Innehalten, bevor im Programm Platz gemacht wird, wie ihn die NPD (...) nie und nimmer eingeräumt bekäme? Reicht es zu sagen, man sei links, um dem Extremismusverdacht zu entgehen?" (Michael Hanfeld, Ressortleiter Medien, FAZ)

  • ... für ZEIT-geistige Vermittlungskultur
"Zwar muss man die Menschen in ihrer "Lebenswirklichkeit" abholen. Aber es geht nicht um reale Zustände, sondern um die Wahrnehmung von Wirklichkeit." (DIE ZEIT, Kommentar vom 21.07.2005)
  • ... für kreative Buchführungskultur
"Der interessante Effekt, den wir jetzt haben, ist ja, dass für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ... die Brutto-Löhne um ein Prozent sinken, wenn wir die Lohnzusatzkosten senken." (Dr. Angela Merkel am Sonntag, 31.07.2005, in der ARD)

"Die Senkung der Beiträge zur Arbeitslosenversicherung um zwei Prozent bedeutet für die Arbeitnehmer ein Prozent mehr Bruttolohn." (Merkel in einer verbesserten Version für die 'Bunte' am 03.08.2005)

  • ... für demokratische Spielregel-Kultur
"Die Linkspartei muss lernen, dass man demokratische Spielregeln achtet." (Guide Westerwelle, Parteivorsitzender der FDP, dessen Vorgänger Walter Scheel 1968 als Parteivorsitzender zum Bundestagsvizepräsidenten gewählt wurde, zu der "zu Recht" von der Mehrheit des Hohen Hauses verweigerten Wahl Lothar Biskys in eben dieses Amt)
"Es gibt immer zu jeder Regel eine Ausnahme, die hat es auch schon in der Geschichte gegeben." (Guido Westerwelle)


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